Autor/in: Howard Zinn
Kategorie: Politik und Gesellschaft
Erscheinungsjahr: 2022
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Der Klappentext:
Mit seinem hier nach langer Zeit neu aufgelegten Standardwerk hat Howard Zinn die Geschichtsschreibung revolutioniert: Erstmals standen nicht die großen politischen Figuren im Vordergrund, sondern die Erfahrungen und Perspektiven der sogenannten »einfachen Bevölkerung«. Erzählt wurden nicht mehr die Erfolge der Eroberer, sondern die Verluste und die Gegenwehr der Besiegten und Unterjochten. Nicht im gehobenen Stil der Herrschenden, sondern in der ungeschmückten Sprache der Beherrschten wird hier Geschichte greifbar gemacht: Fabrikarbeiter:innen, Sklav:innen, Schwarze, Native Americans, Menschen aus der Arbeiterklasse und Eingewanderte erhalten das Wort. Seit der ersten Au age vor knapp vierzig Jahren ist Zinns unkonventionelle Darstellung der amerikanischen Geschichte von Kolumbus bis zur Ära Clinton weltweit über zwei Millionen Mal verkauft worden und entwickelte sich vom Geheimtipp unter Studenten zu einem Standardwerk an amerikanischen Schulen und Universitäten. In der einen Hälfte der USA steht das Buch heute auf dem Lehrplan, in der anderen Hälfte ist es aus den Bibliotheken verbannt.
Meine Meinung:
Mit Hilfe dieses Buches habe ich zum ersten Mal nachvollziehen können, wie sehr die Geschichte der Besiedelung Amerikas von Unterdrückung, Betrug, Kolonisierung und Sklaverei geprägt ist. Howard Zinn erlaubt es, die Entwicklung der heutigen amerikanischen Gesellschaft aus der Sicht von Ureinwohnern, Schwarzen Amerikanern, Frauen und der besitzlosen Unterschicht zu sehen. Die innige Verflechtung von Politik und Großkapitalisten mit ihrer fatalen Auswirkung auf die Gesellschaft wird überdeutlich.
Die erste Auflage des Buches wurde in den 1980er Jahren geschrieben; die jetzt vorliegenden Fassung ergänzt die Jahre bis 2001. Die neueste Entwicklung ist also nicht berücksichtigt. Das Erstaunliche ist jedoch, dass man nach der Lektüre dieses Buches sofort versteht, warum es einen Trump als amerikanischen Präsidenten geben musste…
Claudia Mävers
