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Autor: Ursula März
Kategorie: Romane
Erscheinungsjahr: 2019

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Der Klappentext:

Tante Martl ist scheinbar unscheinbar, in Wahrheit aber ganz besonders. Der Leser spürt es gleich an der Art, wie sie ihre Telefonanrufe eröffnet: mit einem Stöhnen, dem ein unerwarteter Satz folgt. Geboren als dritte Tochter eines Vaters, der nur Söhne wollte, ist Martl die ungeliebte Jüngste, die keinen Mann findet, dafür aber einen Beruf als Volksschullehrerin. Nie verlässt sie die westpfälzische Kleinstadt, in der sie geboren wurde, ja nicht einmal ihr Elternhaus. Und obwohl sie ihren Vater jahrelang pflegt, während ihre Schwestern Familien gründen, bewahrt sie ihre Selbstständigkeit. Wie Tante Martl das schafft und in hohem Alter noch einen großen Fernsehauftritt bekommt, erzählt Ursula März mit staunender Empathie und widerständigem Humor.

Meine Meinung:

Was wird aus einem Mädchen, dessen Vater beim Standesamt als neugeborenes drittes Kind „Martin“ anmeldet? Der das a am Ende des Namens vergisst, oder vergessen wollte? Martina, die von allen nur das Martl gerufen wird, verfolgt diese „Anekdote“ ein Leben lang. Immer wieder gern an der Kaffeetafel aufgewärmt. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb wird aus Martl eine völlig eigenständige Frau. Die älteren Schwestern sind lediglich die Frau von…. , aber Martl eignet sich Bildung, einen Beruf und schließlich Führerschein und Auto an. Selbstständigkeiten, die ihre Schwestern weder erstrebt haben, noch besitzen. Trotz allem mangelt es ihr an Durchsetzungsvermögen und Selbstsicherheit. Tante Martl, aus Sicht der Nichte erzählt, ist ein wundervolles Buch. Vor allem wegen der Erzählkunst von Ursula März. Und KUNST dürfen Sie gerne wörtlich nehmen.
Ulrike Sowa
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