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Autor: Charles Lewinsky
Kategorie: Romane
Erscheinungsjahr: 2019

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Der Klappentext:

Wer nicht sprechen kann, muss schreiben. Weil er Stotterer ist, vertraut er ganz auf die Macht des geschriebenen Worts und setzt es rücksichtslos ein, zur Notwehr ebenso wie für seine Karriere. Ein Betrug – er nennt es eine schriftstellerische Unsorgfältigkeit – bringt ihn ins Gefängnis. Mit Briefen, Bekenntnissen und erfundenen Geschichten versucht er dort diejenigen Leute für sich zu gewinnen, die über sein Los bestimmen: den Gefängnispfarrer, den Drogenboss, den Verleger.

Meine Meinung:

„Meine Familie war kleinkariert wie ein Kreuzworträtsel“ sagt der Protagonist im Buch. Außerdem hingen die Eltern einer Sekte an, verpassten dem Sohn den Namen Johannes Hosea und der Vater schlug ihn mit Hingabe, so oft er nur konnte. Denn, so steht es in der Bibel, der Mensch ist böse von Jugend an. Das Stottern sollte ihm ebenfalls mit Hilfe von Prügeln „ausgetrieben“ werden. Wir lernen Johannes Hosea kennen, als er im Gefängnis sitzt und Briefe (dabei stottert ja schließlich keiner) an verschiedene Personen, unter anderem den Gefängnispfarrer, schreibt. Er ist ein intelligenter, bibel- und literaturkundiger Krimineller (sein Lieblingsphilisoph ist Schopenhauer) und verlangt uns Sympathie und auch Bewunderung ab. Meinen Tipp beende ich mit einem Schopenhauer-Zitat, weil es einfach perfekt zum Buch passt: Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.
Ulrike Sowa
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